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 Die Serie ausbauen


Von
Fabian Speckmann

Oldenburg. Oldenburgs Handballerinnen eilen weiter von Sieg zu Sieg und sind jetzt mit dem Meister auf Augenhöhe. Mit 35:30 fertigten die Oldenburgerinnen am vergangenen Mittwoch den Frankfurter HC ab, bauten ihre Erfolgsserie auf 7:1 Punkte aus und nehmen bereits die nächsten Zähler ins Visier. Bei Frisch Auf Göppingen wartet heute Nachmittag, ab 16 Uhr allerdings eine anspruchsvolle Aufgabe.
Offiziell 905 Zuschauer und damit gemessen am gelungenen Auftritt viel zu wenig, sahen einmal mehr eine schwungvolle Oldenburger Vorstellung. Fast hat es den Anschein, als spielten personelle Rückschläge ebenso wenig eine Rolle, wie die unsichere Zukunft. Dass der VfL seit Wochen mit Lois Abbingh und Julia Renner zwei Leistungsträgerinnen ersetzen muss, hat auf das Tun der Mannschaft offenbar keinerlei Einfluss.
Nach zähem Beginn und einem 1:4-Rückstand übernahmen die starke Julia Wenzl und die ebenfalls bemerkenswert gut aufgelegte Laura van der Heijden den Taktstock und sorgten dafür, dass im Oldenburger Ensemble kaum noch Misstöne zu hören waren. Innerhalb von vier Minuten drehten die Oldenburgerinnen das Spiel komplett, markierten durch Sabrina Neuendorf mit dem 5:5 den Ausgleich (7. Minute) und gingen durch Julia Wenzl beim 8:7 erstmals in Führung (11.). Während Wenzl sich immer wieder filigran und im höchsten Tempo durch die Frankfurter Deckung wirbelte und allein durch regelwidriges Eingreifen zu stoppen war, traf van der Heijden regelmäßig aus dem Rückraum.
Christine Beier konnte für die Gäste zwar nochmals ausgleichen, doch nach ihrem 8:8 gaben die Oldenburgerinnen ganz klar den Ton an und zogen bis zur Halbzeitpause auf 20:17 davon. Maßgeblichen Anteil daran hatte jetzt das deutlich verbesserte Deckungsverhalten. Die Frankfurterinnen wurden immer wieder ins Positionsspiel gedrängt, hatten zudem große Probleme mit der offensiven Abwehrvariante des VfL, der gedankenschnell so manchen Ball er-oberte. Darüber hinaus wechselte VfL-Trainer Leszeck Krowicki zwischen den Pfosten. Tess Wester machte für Alexandra Meyer Platz, die sich mit einigen Paraden gut einführte. Nach dem Wechsel kam die junge Niederländerin zurück und stellte einmal mehr unter Beweis, dass sie überdurchschnittlich begabt ist.
Frankfurt mühte sich auch in der zweiten Halbzeit redlich, fand aber überhaupt keine Mittel, um das kluge und schnelle Spiel des VfL effektiv zu stören. Bereits nach 45 Minuten, Oldenburg führte 31:22, war die Begegnung praktisch entschieden.
Der VfL durfte allerdings nicht nur über den eigenen Erfolg jubeln, sondern zufrieden zur Kenntnis nehmen, dass die unmittelbare Konkurrenz im Kampf um einen Platz unter den ersten vier Mannschaften Punkte lassen musste. Meister Erfurt unterlag überraschend gegen Leverkusen, Göppingen konnte in Buxtehude nicht punkten und Leipzig kam gegen Abstiegskandidat Trier nicht über ein Unentschieden hinaus.
Während der VfL mit 19:7 Punkten die selbe Bilanz aufweist, wie der THC, liegt Leipzig mit 18:6 Punkten in Lauerstellung. Souveräner Tabellenführer bleibt Buxtehude mit 23:3 Zählern. Der Blick auf das Klassement ist derzeit natürlich nur bedingt von Bedeutung. Vielmehr geht es Leszek Krowicki und seiner Mannschaft darum, den Abstand zum fünften Platz zu wahren. Mit Frankfurt hat der VfL den ersten Konkurrenten deutlich auf Distanz gehalten. Heute wollen die Oldenburgerinnen selbiges mit Göppingen machen.
Ein Aufgabe, die durchaus als anspruchsvoll zu gelten hat. Frisch Auf schickt eine erfahrene Formation auf die Platte, in die ehemalige Oldenburgerin Alena Vojtiskova nach wie vor zu den Leistungsträngerinnen zählt. Stärke der Mannschaft aus dem Schwäbischen ist das Positionsspiel. Anfällig ist Göppingen indes für Tempo, fraglos eine Stärke des VfL, der das heutige Spiel konzentriert angehen wird. Die Messlatte für das eigene Tun haben die Oldenburgerinnen nicht zuletzt auch gegen Frankfurt hoch gelegt.

Artikel vom 24.02.2012




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