Oldenburg (vsc). Auch die 38. Oldenburger Kinder- und Jugendbuchmesse KIBUM, die von Samstag, 10. bis Dienstag, 20. November, im Kulturzentrum PFL stattfindet, ist immer noch die größte nicht-kommerzielle Kinderbuchmesse in Deutschland. Mit dem Schwerpunkt „Afrika erzählt!“, werden rund 2000 Neuerscheinungen aus 243 Verlagen zum Anschauen und Stöbern bei freiem Eintritt präsentiert.
Mit dem Thema Afrika, das den Schwerpunkt der diesjährigen KIBUM darstellt, sei man am „Puls der Zeit“ und es sei „eine Herzensangelegenheit für Weltoffenheit zu werben“, sagt Kulturamtsleiterin Christiane Cordes. „Wir trommeln für das Lesen“, bringt es Christiane Cordes auf den Punkt. Neben dem generellen Ziel der KIBUM, Leselust und Lesekompetenz bei Kindern und Jugendlichen zu fördern, lege den Veranstaltern das interkulturelle Lernen am Herzen. Besonders stolz ist die Kulturamtsleiterin darüber, dass Friedensnobelpreisträger Desmond M. Tutu Schirmherr ist. In seinem sehr persönlichen Grußwort hebt der 81-Jährige die Bedeutung des Lesens hervor und bedauert, dass er, aufgrund der beschwerlichen Reise für ihn, der Einladung nach Oldenburg leider nicht folgen kann.
„Wir wollen den Kontinent Afrika in seiner Vielfalt erzählen lassen“, umschreibt Christiane Cordes den Themenschwerpunkt. Dazu gehören Neuerscheinungen der renommiertesten Autoren aus Schwarzafrika, afrikanisches Theater am Samstag, 10. November, um 15 Uhr zur KIBUM-Eröffnung, die Publikation „African Kids-Eine südafrikanische Township-Tour“ von Lutz van Dijk mit der gleichnamigen Fotokunst-Ausstellung, eine kindgerechte Bilderbuchkunst-Ausstellung (Eröffnung am Sonntag, 11. November, 15 Uhr, BBK-Galerie, Peterstraße 1), ein interaktiver Afrika-Erlebnisraum sowie ein Hörbuch. In Zusammenarbeit mit der Forschungsstelle Kinder- und Jugendbuchliteratur der Carl-von-Ossietzky Universität wird am Freitag, 16., und Samstag, 17. November, kostenlos das öffentliche wissenschaftliche Symposium „Wie schön fern ich bin“, angeboten.
Neben den afrikanischen Themen bietet sich den jungen und älteren Besuchern ein Multimedia-Angebot wie auch zahlreiche Autorenlesungen, Theateraufführungen, Vorleseaktionen, Workshops und Vorträge, sowie traditionell das Kinder- und Jugendfilm-Festival im Casablanca-Porgrammkino. „Das Programm ist reichhaltig wie nie zuvor“, freut sich Regine Peters, Programmverantwortliche KIBUM. Die Veranstalter rechnen auch 2012 mit rund 35.000 Besuchern, die nach Auskunft der Kulturamtsleiterin mit einem Etat von 200.000 Euro veranschlagt wird. Rund 130.000 Euro kommen aus dem Haushalt der Stadt und der Rest wird durch Sponsoren finanziert, ohne deren Engagement die Kibum nicht durchführbar wäre.
Das komplette Programm mit Hintergrundinformationen, Telefonnummern für Schulanmeldungen sowie dem Veranstaltungsprogramm ist im Programmheft sowie im Internet unter www.kibum-oldenburg.de zu finden.