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  26.02.2015 - 23:53 Uhr
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Hoffen auf die nächste Gemeinsamkeit 

Von Fabian Speckmann


Torsten Fröhling und Marcel Salomo (von links) wurden am Montag freigestellt. Foto: Speckmann

Oldenburg. Was haben der VfB Oldenburg und Bayern München gemeinsam? Mehr als den Blauen lieb sein kann. Beide haben ihr Saisonziel, den Titel, verfehlt und ebenso wie der Rekordmeister hat jetzt auch der Oberligist den Trainer gewechselt. Torsten Fröhling und sein Co, Marcel Salomo, wurden am Montag freigestellt. Ab sofort haben Timo Ehle und Andreas Boll die Verantwortung an der Seitenlinie.
Letztlich hat zu wenig gepaßt, in einer Rückrunde, in der die Mannschaft gerade zuhause ihre Anhänger zu oft enttäuscht hat. Die letzten zwei Spiele mögen dabei den Saisonverlauf durchaus widerspiegeln. In Nordhorn spielte der VfB über mehr als eine Stunde höchst ansehnlich und erfolgreich, am Ende allerdings stand ein inakzeptables 3:4. Gegen Langenhagen hieß es bereits 0:2, ehe sich das ballspielende Personal, vom Trainer in der Halbzeitpause lautstark beschallt, zu einer Energieleistung aufraffte und noch ein 2:2 erkämpfte.
Mit Blick auf das höchst wichtige Pokalspiel gegen den TSV Ottersberg war das in der Summe jedoch zu wenig. Analog zum Rekordmeister sah sich der Vorstand in der Pflicht, mit dem Trainerwechsel jenen Impuls zu setzen, der für neuen Schwung sorgen soll.
Torsten Fröhling hat seine Demission beeindruckend professionell aufgenommen. „Es ist schade, dass ich gegen Ottersberg nicht mehr dabei sein darf, denn ich bin überzeugt, dass der VfB dieses Spiel gewinnen wird und das Erreichen des DFB-Pokals ist ein Erfolg. Trotzdem muss ich die Entscheidung akzeptieren und wünsche dem VfB für die Zukunft alles Gute“, sagt der Hamburger Fußballlehrer, der nach eigener Aussage schon vor Wochen geahnt hat, dass spätestens am Saisonende Schluss sein würde.
Die Gründe für den Trainerwechsel sind vielschichtig. Legitim und zweifelsfrei richtig ist der Verweis auf eine unglaubliche Verletzungsserie, gipfelnd in sechs Kreuzbandrissen und zahlreichen, teils langfristigen Ausfällen von Leistungsträgern. Zur Erklärung allein reicht das allerdings nicht. 
Dem VfB fehlt eine klare Nummer eins. Jonas Gottwald konnte das Vertrauen des Trainers nicht konstant rechtfertigen. Der beim Publikum ungleich beliebtere Mansur Faqiryar hat sich frustriert seiner Rolle gefügt und nicht weiter aufgedrängt, der talentierte Nils Reinke berufliche Prioritäten gesetzt und klaglos in der U23 gespielt.
Die Abwehr ist konstant anfällig. Der zum Chef erkorene Tim Petersen plagt sich mit einem maladen Knie, war nie eine echte Alternative. Der zweifelsfrei auch geeignete Robert Littmann hatte bei Torsten Fröhling keinen Kredit und zog sich zurück. Die Aussenbahnen der Viererkette wurde ständig neu besetzt. Nirgendwo war die Fluktuation größer.
Insgesamt fehlt der Mannschaft in ihrer Struktur ein klarer Chef, wie es etwa ein Andreas Mayer gewesen ist. Mit Waldemar Kowalczyk wurde ein Spieler in die Rolle des Kapitäns gedrängt, der die verbale Zurückhaltung bevorzugt. Alexander Nouri, wohl geeignet, wurde nicht stark gemacht. Der Ex-Profi hat darüber aber nicht geklagt, sondern sich konsequent loyal gegeben. Das mag ihn ehren, war dem Erfolg aber nicht dienlich.
Personelle Konstanz gab es praktisch nie. Vier Spieler wurden suspendiert, andere nachverpflichtet und beinahe umgehend aussortiert, wie etwa Wiesner oder Muzzicato. Darüber hinaus  hat Torsten Fröhling zuletzt auf Spieler gesetzt, die erklärt haben, dass sie gehen werden, wie etwa der junge Marco Schultz. Andere, wie Franziskus oder Tschalumjan, bekamen keinen Platz im Kader. Auch das ist den Entscheidern sauer aufgestossen.
Wer die Arbeit der Trainer Fröhling und Salomo bilanziert, findet deshalb sicherlich einige Gründe zur Kritik. Gleichwohl sollte aber auch nicht vergessen werden, dass die Trainer ohne Rücksicht auf die eigene Situation immer die U23 einbezogen haben, die eine herausragende Landesliga-Saison spielt. Darüber hinaus ist es ihnen gelungen, so viele junge Spieler an die Oberliga heranzuführen, wie selten zuvor. Am Ende allerdings zählt nur der Erfolg und dessen hatten sie zu wenig.
Timo Ehle und Andreas Boll werden vieles ändern, sicherlich auch unpopuläre Maßnahmen treffen. Dafür haben sie die volle Rückendeckung. Das Spiel am Samstag, um 16 Uhr, gegen Arminia Hannover taugt dabei allenfalls zum Test für den Ostermontag. Dann muss sich zeigen, ob der VfB noch eine Gemeinsamkeit mit den Bayern aufweist, denn dort folgte auf den Trainerwechsel ein Kantersieg.
Mehr zum Spiel gegen Langenhagen auf www.huntereport.de

Artikel vom 21.02.2012




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