Wardenburg/lrs. Der Weg in den Beruf ist oft steinig. Dabei kommt der Schule eine sehr wichtige Aufgabe zu – eine Aufgabe, der die Wardenburger Everkampschule mit viel Leidenschaft nachgeht.
Auch wenn die Everkampschule zum Schuljahr 2014/15 in der neuen IGS Am Everkamp aufgeht, das umfangreiche Angebot der Berufsvorbereitung bleibt fester Bestandteil des Konzepts „und das bis zum letzten Tag“, betont Schulleiter Alfred Müller.
Auf sechs Säulen beruht das Konzept: Information, Beratung, Praxis, Nachbereitung, Dokumentation und Kompetenzen. Gestartet wird bereits in Klasse 5 mit dem Zukunftstag. „Hier machen unsere Schüler bereits erste Erfahrungen mit der Praxis“, erklärt Herbert Rüst, Fachbereichsleiter Arbeit, Wirtschaft, Technik und als solcher verantwortlich für den Bereich. Die Praxis zieht sich durch alle folgenden Jahrgangsstufen. Neben den üblichen, zweiwöchigen Praktika bietet die Schule etliche Zusatzangebote für Einblicke in mögliche Berufsfelder.
In einer Kooperation mit der HWK können die Schüler an einer Potentialanalyse teilnehmen, in der sie unter anderem auf ihre Kompetenzen und berufliche Eignung getestet werden. Im Anschluss kann jeder Schüler einen Einblick in drei verschiedene Berufe bekommen. Ähnliches ist auch durch die Zusammenarbeit mit den Berufsbildenden Schulen des Landkreises möglich.
Gemeinsam mit verschiedenen Firmen wird das Projekt „Beruf“ durchgeführt. In einer Art Assessment Center bekommen die Schüler hier wertvolle Hinweise rund um Bewerbung, Vorstellungsgespräche, das richtige Auftreten und zur Berufswahl. Besondere Beratungsangebote der Agentur für Arbeit gehören ebenso zum Konzept wie die Möglichkeit für die Schüler, sich im „Lüttje Medienraum“ an Computern zu informieren und Bewerbungen zu verfassen.
Mit Schulsozialarbeiterin Julia Tscheslog sowie den beiden Berufseinstiegsberatern Rainer Strauß und Hussein Kerri besitzt die Everkampschule zwei weitere wertvolle Angebote rund um die Berufssuche. Alle drei stehen insbesondere den Schülern, die Probleme auf den Weg in den Beruf haben, mit ihrem Wissen und einem umfangreichen Netzwerk zur Seite.
„Bei uns steht das gesamte Kollegium hinter dem Konzept. Sonst wäre das alles nicht möglich“, betont Herbert Rüst. Das gelte aber genauso für die Schüler. Denn die merken sehr schnell, mit wie viel Inbrunst ihre Lehrer ihnen auf dem Weg in den Beruf helfen wollen.