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 Keulenschlag trifft VfB in der Nachspielzeit

 Von

Fabian Speckmann

 

Pewsum. Es war 16.49 Uhr, im Spiel zwischen dem TuS Pewsum und dem VfB Oldenburg lief bereits die 94. Minute, mehr als 1.000 Oldenburger unter den 1.300 Zuschauern warteten auf den Abpfiff, um einen 1:0-Sieg und die Tabellenführung zu feiern, als Schiedsrichter Jens Kremer noch mal auf Freistsoss entschied. Der Ball wurde hoch in den Strafraum getreten, landete auf dem Kopf des eingewechselten Dennis Hoferichter und im Oldenburger Tor. Ein Ausgleich mit der Wirkung eines Keulenschlags. Sekunden später war das Spiel aus. Während die Pewsumer Freudentänze aufführten, verfielen die Oldenburger regelrecht in Apathie. Denn aus eigener Kraft können sie nicht mehr Meister werden.

Der späte Ausgleich muss dem VfB wie ein schlechter Witz vorkommen. Die Gäste hatten das Spiel dominiert, Chancen für einen Kantersieg und am Ende stehen sie mit einem Punkt da. „Jetzt können wir nur noch hoffen, dass Langenhagen auch patzt“, sprach Teammanager Holger Hoffmann aus, was in diesen Minuten alle Oldenburger dachten. Eine Situation, die allemal vermeidbar war.

Bereits nach acht Minuten hatte Mehmet Koc die Führung auf dem Fuß, scheiterte aber an Andre Popp. Der Torhüter war zwar stets unsicher, aber den einen oder anderen Schuss sollte er im Spielverlauf noch wegfischen. In der 12. Minute brauchte er allerdings die Hilfe von Martin Peters, der den Schuss von Koc unmittelbar vor der Linie klären konnte. Der VfB machte Druck und erspielte sich jede Menge Möglichkeiten. Doch im Abschluss waren die Gäste nachlässig. Einen Schuss von Marcel Salomo konnte Holger Willms blocken (15.), Paolo Rizzo scheiterte an Popp (21.) und Salomo kurz darauf am Pfosten (31.).

Offensiv fanden die Pewsumer schlicht nicht statt. Ihre bis dahin einzige Chance ermöglichte der VfB. Frye hatte einen Abschlag von Popp mit dem Kopf verlängert und dabei nur knapp das eigene Tor verfehlt (31.). Nach einer Ecke entwickelte sich nochmals ein Ansatz von Torgefahr, mehr hatte Pewsum offensiv nicht zu bieten.

Weil er mit dem Tun seiner Aussenbahnspieler nicht zufrieden war, reagierte Joe Zinnbauer und brachte David van der Leij für Alexander Eckel. Das Spiel kannte weiterhin nur eine Richtung. Oldenburg drückte und ging hochverdient in Führung. Nach einer Ecke war Frye mit dem Kopf zur Stelle (48.). Koc und Grudzinski (61.), Rizzo (71.), abermals Koc (74.) und Ghasemi-Nobakht (82.), die zum Teil allein auf den Torhüter zuliefen, hätten unbedingt das zweite Tor nachlegen müssen. Doch der VfB ging geradezu verschwenderisch mit seinen Möglichkeiten um und das Spiel wollte nicht enden. Die Pewsumer warfen in der Nachspielzeit alles nach vorn und dann landete der Ball bei Hoferichter.

Der VfB Oldenburg muss jetzt hoffen, dass Tabellenführer SC Langenhagen entweder gegen Pewsum oder beim SC Spelle/Venhaus Punkte lässt und gleichzeitig seine beiden Heimspiele gegen den SV Bockenem und den TuS Lingen gewinnen. Die Fans zumindest haben die Hoffnung noch nicht aufgegeben. Mehr als 100 Anhänger fanden sich am Donnerstagabend beim Trainingscenter ein, um die Mannschaft mit lautstarken Anfeuerungsrufen moralisch aufzubauen.

VfB Oldenburg: Elia – Grudzinski – Frye, Plump – Eckel (41. van der Leij/86. Müller), Woycik, Thölking, Rizzo – Koc, Salomo, Ghasemi-Nobakht

Tore: 0:1 Frye (48. Minute), 1:1 Hoferichter (90.+4.)


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