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Ein wichtiger Meilenstein

Sven Hunger-Weiland


Schwangen zusammen mit Ministerin Cornelia Rundt (4. v. l.) den Spaten: Architekt Detlef Thomsen, Geschäftsführer Axel Weber, Architekt Björn Groß, Chefarzt Dr. Joachim Dedden, ärztlicher Direktor Dr. Thomas Brieden, Pflegedienstleitung Monika Jüttner, Forensik-Oberärztin Bettina Hackenbroch-Hicke und Aufsichtsrat Landrat Jörg Bensberg.Foto: hun
WEHNEN. Es geht voran mit der Jugendforensik auf dem Gelände der Karl-Jaspers-Klinik in Wehnen: Am Donnerstag wurde dort per Festakt der erste Spatenstich für die neue Einrichtung gefeiert, die das Behandlungsspektrum der Klinik erweitern soll. Auch die niedersächsische Sozialministerin Cornelia Rundt ließ es sich nicht nehmen, symbolisch mit zu buddeln.
„Es ist eine Herausforderung in vielerlei Hinsicht. Zum einen sollen hier psychisch kranke jugendliche Straftäter behandelt und resozialisiert werden. Zum anderen muss jedoch auch eine öffentliche Akzeptanz für die Forensik im Allgemeinen geschaffen werden. Die Mitarbeiter werden also doppelt gefordert sein“, so die Ministerin. Sie zeigte sich überzeugt davon, dass die Karl-Jaspers-Klinik diese Anforderungen im besonderen Maße erfülle. Das habe sie bereits in der arbeitsintensiven mehrjährigen Planungs- und Vorbereitungsphase fü den Neubau bestätigt.
Cornelia Rundt betonte die Bedeutung des kommunal getragenen Psychatrieverbundes Oldenburger Land als verantwortungsvollen und in der Region verwurzelten Krankenhausträger: „Leider landen bei den privat getragenen Krankenhäusern etliche Probleme auf meinen Schreibtisch, insbesondere was den Umgang mit Mitarbeitern angeht.“ In Niedersachsen sind lediglich die Karl-Jaspers-Klinik  in Wehnen und die Psychiatrische Klinik Lüneburg in kommunaler Trägerschaft.
Auch der Ammerländer Landrat Jörg Bensberg, der in Vertretung des Vorsitzendes des Psychatrieverbundes, dem Oldenburger Oberbürgermeister Dr. Gerd Schwandner erschienen war, freut sich, dass die Klinik wieder ein Stück weitergekommen sei. In Anbetracht dessen, dass sich die Mitabeiterzahlen um 13 Prozent erhöht, die durchschnittliche Verweildauer der Patienten verringert hätte und rund 15 Millionen Euro in die Infrastruktur investiert worden seien, zeigte er sich überzeugt, dass die Entscheidung zur Übernahme der Trägerschaft richtig gewesen sei.
Für KJK-Geschäftsführer Axel Weber und den Chefarzt der Forensik, Dr. Joachim Dedden, ist dies ein wichtiger Tag und ein Meilenstein im Rahmen der Weiterentwicklung: „Das ist ein tolles und fortschrittliches Projekt in der Theorie. Jetzt geht es in die praktische Umsetzung.“
Die KJK ist das erste psychiatrische Fachkrankenhaus, das eine Jugendforensik unter staatlicher Hoheit betreiben wird, da dieses eine Einrichtung des Maßregelvollzuges sein wird. Ende des Jahres soll der Rohbau stehen – Ende 2015 soll die neue Einrichtung ihren Betrieb aufnehmen.

Artikel vom 21.02.2012




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